Urlaub machen, wo andere surfen …?

Am 4. Mai 2010 by Online Marketing

Jaja, das Internet. Wie und wann und warum ist man eigentlich ohne auskommen? Wir überbrücken Kontinente mittels eines Mouse-Clicks, recherchieren Informationen, für die Papa damals Ewigkeiten im Brockhaus stöbern musste und verbringen Stunden damit, Menschen, deren Namen man gerade zum ersten Mal gehört hat, bei facebook zu stalken. Herrlich. Aber man ist ja nicht nur verwöhnt. Sondern eigentlich ständig auch reizüberflutet. Vor allem im Internet. Da soll noch einer Herr über all die blinkenden Buttons, dubiosen Popups und kryptischen Verlinkungen auf gewissen HPs werden. Nicht selten reihen sich da auch Unternehmens- und Markenseiten mit ein, die es eigentlich besser wissen sollten und machen müssten.

Auffallen ist ja schön und gut. Aber nicht zu jedem Preis! Bevor man seiner Website und somit seinen Besuchern 30 Pop Up-Banner, 5 Blinke-Buttons, 12 externe Links und endlose Bilderstrecken beschert, wäre es vielleicht mal angebracht innezuhalten und über andere Wege nachzudenken. Beispiel Tourismus: Mich lässt das Gefühl nicht los, dass hier viele Touristiker noch nicht mitbekommen haben, dass das Web mittlerweile zum wichtigsten und meist-frequentierten Urlaubs-Planungs-Medium geworden ist. Jemand sucht nach einem erholsamen Fleckchen Erde für seine lang ersehnte Urlaubswoche, recherchiert im Netz und findet sich auf einmal auf der Internetpräsenz eines angeblich doch so friedlich und ruhig gelegenen Hotels wieder, das genau jene idyllischen Vorzüge jedoch mittels neon-gelb pulsierender Störer und knarzend enervierender Midi-Plastik-Synthi-Musik kommuniziert … Mal ehrlich: Hat sich da jemand wirklich Gedanken gemacht?

Deshalb mein Vorschlag: Auffallen ist toll. Aber auffallen kann man auch durch Qualität, Geschmack und den richtigen Gespür für die Ansprüche seiner Gäste. Ein schönes Seiten-Design, in dem man sich als Besucher wohl fühlt, gerne verweilt. Zeitgemäße Verlinkungen zu Social Communities, mittels derer der Besucher mit dem Unternehmen oder der Marke direkt kommunizieren kann und die Sympathie und Transparenz aufbauen. Und vor allem: dem emotionalen Thema “Urlaub” gerecht werden und emotionale Angebote schaffen: Videos! Man kann bei Ihnen relaxen? Dann zeigen Sie es! Man kann bei Ihnen Ski fahren? Dann zeigen Sie es? Sie haben ein Spitzenrestaurant mit toller Atmosphäre? Dann: Sie wissen schon.

Die Zeiten, in denen man sich mit dem Argument “Brauchen wir nicht” aus der Seiten-Relaunch-Affäre ziehen konnte gehören endgültig der Vergangeheit an. Zumal der Wettbewerber nur einen Mouse-Click entfernt ist.

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